
Hundefotos digital oder als Wandbild – vor dieser Entscheidung stehen viele meiner Kundinnen und Kunden nach einem Hundeshooting.
„Das ist mir jetzt zu viel. Ich mache das später. Kann ich später auch noch bei dir bestellen? Du hebst die Bilder doch auf, oder?“
Diesen Satz höre ich oft. Fast immer nach einem schönen Hundeshooting, wenn es um die Frage geht, was aus den Fotos werden soll. Viele Kunden entscheiden sich dann erst mal nur für die digitalen Dateien. Kein Wandbild, kein Fotobuch, kein Abzug. Nur die Datei.
Ich verstehe das. Es ist die günstigere Variante, und man hat ja erst mal alle Bilder in der Hand. Trotzdem möchte ich dir heute erzählen, warum ich dir immer wieder ans Herz lege, dir mindestens ein Bild aus dem Shooting auch als echtes Produkt zu bestellen. Nicht aus Verkaufsinteresse. Sondern weil ich es selbst erlebt habe. Gleich zweimal.
Anton hatte kein Wandbild
Bevor ich Fotografin wurde, hatte ich schon einen Hund. Unser erster war Anton, ein Berner Sennenhund. Von ihm gibt es tausende Bilder, gefühlt jedenfalls, alle mit einer einfachen Kamera geschossen und irgendwo auf einer Festplatte verteilt. Lustige Schnappschüsse, unscharf und ohne jeglichen fotografischen Blick darauf, ob sich daraus mal ein Wandbild gestalten lassen würde.



Als Anton mit gerade mal 7 Jahren gestorben ist, war ich sehr traurig. Und dann kam noch etwas dazu, das ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte: Ich hatte kein einziges Bild von ihm, das gut genug für ein Wandbild gewesen wäre. Keine Datei, die ich mir hätte drucken und aufhängen können. Ich wollte mir damals kein Shooting bei einer Fotografin leisten. Habe gedacht, ich kann das doch selbst und außerdem macht Anton sowieso bei einem Shooting nicht mit. Die guten Momente mit ihm waren zwar irgendwo gespeichert. Aber nicht greifbar. Nicht da, wo ich sie jeden Tag hätte sehen können und vor allem nicht der Qualität in der ich sie gebraucht hätte.
Das hat mich damals so beschäftigt, dass ich angefangen habe, mich selbst in das Thema Tierfotografie einzuarbeiten.
Fiete und das Bild in meinem Büro
Von unserem Briard Fiete gibt es dadurch jetzt ganz andere Erinnerungen. Etliche schöne Fotografien, Kalender, und ein großes Wandbild, das noch zu seinen Lebzeiten in meinem Büro hing.
Ich habe mich jeden einzelnen Tag darüber gefreut. Ich saß an meinem Schreibtisch, habe aufgeschaut, und da war er. Mitten im Leben, genau so, wie ich ihn in Erinnerung behalten wollte.

Als Fiete gestorben ist, war der Schmerz natürlich trotzdem da. Aber das Bild hat mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich musste in meiner Trauer nicht verzweifelt die Festplatte durchsuchen, um überhaupt ein Bild von ihm zu finden. Es hing schon da. Es hatte mich schon jahrelang begleitet.
Genau das ist der Unterschied, den ich dir mitgeben möchte.
Ein Hundeleben ist begrenzt
Vielleicht klingt das hart, aber ich sage es trotzdem: Ein Hundeleben ist immer einfach viel zu kurz. Und deshalb ist es enorm wichtig, rechtzeitig ein Shooting zu buchen. Dann, wenn dein Hund noch gesund ist und voll im Leben steht. Wenn der Hund später alt und gebrechlich wird, möchte man diesen Schmerz nicht täglich auf einem Bild an der Wand sehen. Man möchte sich an das Leben erinnern, nicht an den Verfall. Wobei natürlich auch nichts gegen ein Seniorenshooting oder sogar Regenbogenshooting spricht. Nur das sind dann eher die stillen leisen Erinnerungen und nicht die Bilder, die wir mit Freude groß an die Wand hängen mögen.

Buche also frühzeitig, freu dich schon zu Lebzeiten deines Hundes über das Bild. Das lindert später den Schmerz, statt ihn zu verstärken. Ob du dich am Ende für Hundefotos digital oder als Wandbild entscheidest, solltest du frühzeitig überlegen.
Die Sache mit dem „später bestelle ich noch“
Ich habe es leider oft genug erlebt: Aus dem „später bestelle ich noch“ wird meistens nichts. Manche Kunden rufen ein Jahr danach an und bitten darum, die digitalen Dateien noch mal herunterladen zu dürfen, weil sie sie auf der Festplatte nicht mehr finden oder der Computer kaputt ist.
Und ganz ehrlich: Mir selbst ist das genauso passiert. Ich habe mal ein Portraitshooting bei einer Kollegin gemacht, die generell nur digitale Dateien angeboten hat. Auch ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die Bilder irgendwo entwickeln zu lassen. Als ich sie später für eine Bewerbung brauchte, habe ich sie nur mit viel Mühe wiedergefunden.
Es liegt also nicht daran, dass jemand nachlässig oder unorganisiert ist. Es ist einfach menschlich.
Das Problem mit dem Ablagesystem
Die meisten Menschen haben schlicht kein gutes Ablagesystem für ihre digitalen Dateien. Die Bilder werden vielleicht aktuell noch für ein Social-Media-Profil genutzt oder mal eben verschickt. Und danach verschwinden sie im Nirvana der Festplatte oder im Handyspeicher, zwischen tausend anderen Fotos, Bildschirmfotos und Urlaubsschnappschüssen.
Man findet die guten Bilder dann oft nur noch zufällig wieder. Und die wirklich besonderen gehen in der Masse unter.
Hundefotos digital oder als Wandbild: Es muss nicht teuer sein
Wenn ich das bisher so erzähle, denkst du vielleicht: Aha, sie will mir ein riesiges, teures Wandbild verkaufen. Nein. Es gibt viele schöne und auch günstige Alternativen, die genauso gut ihren Platz in deinem Alltag finden. Eine Übersicht über alle Fotoprodukte und Wanddekorationen findest du hier.
Klassische Fotoprodukte:
- Fachabzüge für einen Tisch-Aufsteller
- kleinere Bilder in 10 x 15 cm für eine Collage
- ein gerahmter Fine-Art-Print
- eine Leinwand
- ein Fotobuch
Und dann gibt es noch die kleinen, alltagstauglichen Dinge, die ich besonders gerne empfehle:
- ein Acrylglas-Tischaufsteller
- eine Wanduhr mit deinem Hundemotiv
- ein Kissen
- ein Mousepad
- eine bedruckte Tasse
Übrigens auch praktisch, wenn der Ehemann partout keine Hundefotos an der Wand haben möchte. Dann rate ich gerne zu einem Fotobuch oder einem kleinen Format in 13 x 18 cm, das einfach auf dem Schreibtisch stehen kann. Da stört es niemanden, und du hast dein Bild trotzdem jeden Tag im Blick.



Fazit
Wenn du schon Geld für ein Hundeshooting ausgibst, dann bestelle dir wenigstens ein Bild als echtes Produkt dazu. Ein Wandbild, einen Tischaufsteller, eine Tasse, was auch immer zu dir und deinem Zuhause passt. Hauptsache, du siehst es. Jeden Tag.
Warte nicht auf „später“. Buche dein Shooting, solange dein Hund gesund ist und mitten im Leben steht. Und häng dir das Bild schon jetzt auf, nicht erst, wenn es zur Erinnerung wird.
Von Anton gab es kein Wandbild und keine gedruckten Fotos. Von Fiete schon. Ich weiß, welchen Unterschied das gemacht hat.



